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Mutterschaftsgeld

Wie hoch ist das Mutterschaftsgeld?

Wer schwanger ist und berufstätig, hat Anspruch auf Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen – sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und acht Wochen danach. In dieser Zeit hat man Anspruch auf Mutterschaftsgeld. In der Summe ist die Höhe des Mutterschaftsgeldes und des Mutterschaftsgeldzuschusses gleich dem Nettoverdienst der vergangenen drei Monate.

Wer zahlt Mutterschaftsgeld?

Die Krankenkasse zahlt pauschal an jeden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Betrag von 13,— € täglich Mutterschaftsgeld.

Der Arbeitgeber zahlt die Differenz zwischen den 13,— € der Krankenkasse, und dem Nettoentgelt. Bei unregelmäßigen Verdiensten wird das Nettoentgelt der letzten drei voll abgerechneten Kalendermonate genommen, und durch die Anzahl der Kalendertage genommen.

z.B. Verdienst 1000,— + 1100,— + 1050,— € = 3150 € Verdienst in drei Monate
Anzahl der Kalendertage: 30 + 31 + 30 ( April + Mai + Juni) = 61 Tage
Der tägliche Mutterschaftsgeldzuschuss beträgt also 3150,— : 61 Tage = 51,64 €
Selbstverständlich wird dieser Betrag, genau wie die 13,— € von der Krankenkasse pro Kalendertage und nicht pro Arbeitstag bezahlt.

Muss das Mutterschaftsgeld beantragt werden?

Bei der Krankenkasse muss das Mutterschaftsgeld mit einem Formular beantragt werden, dass man sich entweder von der jeweiligen Homepage downloaden kann, oder man holt es sich persönlich in der Geschäftsstelle ab. Frühestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin kann der Frauenarzt eine Bescheinigung ausstellen. Damit beantragt man das Mutterschaftsgeld für die ersten sechs Wochen. Die weiteren acht Wochen erhält man mit Vorlage der Geburtsurkunde.

Beim Arbeitgeber muss nichts beantragt werden.

Wann wird das Mutterschaftsgeld bezahlt?

Der Arbeitgeber zahlt den Zuschuss mit der regulären Lohn- bzw. Gehaltszahlung aus. Geht man also im laufenden Monat im Mutterschutz, so erhält man für die Tage die man gearbeitet hat, sein regulären Gehalt und für die restlichen Kalendertage den errechneten Tagessatz.

Die Krankenkasse muss den Antrag erst bearbeiten. Die Dauer ist bei jeder Krankenkasse unterschiedlich. Am besten Nachfragen, und falls es zu lange dauert, ruhig etwas drängen