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Bagna cauda

Wie man Bagna cauda lecker zubereitet

Bagna cauda kann man ins Deutsche übersetzen und heißt “warme Soße”. Dieses Gericht ist ein typisches Gericht in Nord Italien. Genau genommen stammt es aus der Region Piemont und hat sich in der Provence, sowie rund um Nizza seinen Namen gemacht.
Dieses Gericht kann man eigentlich mit einem Fondue vergleichen, nur dass hier nicht Fleisch in heißes Öl getaucht wird, sondern Gemüse in eine Art warme Soße gedippt wird, welche aus Olivenöl, Sardellen und Knoblauch besteht. Zum Einstippen nimmt man in den meisten Fällen Sellerie, Möhren, Paprika, Frühlingszwiebeln und anderes Gemüse. Man kann auch Champignons verwenden.
Es gibt verschiedene Rezepte, wie man die Bagna cauda zubereiten kann, welche während der Mahlzeit auf einer Art Rechaud heiß gehalten wird. Eine Bagna cauda eignet sich als Vorspeise und auch als Hauptgericht.

Zutaten (für 4 Personen)

8 Knoblauchzehen
300 ml Olivenöl
12 Sardellen mit einem Gewicht von je 15 Gramm
50 Gramm Butter
2 Kardonen, das sind spanische Artischocken
vier Paprikaschoten

Zubereitung

Für die Zubereitung dann muss man zuerst die Hälfte der Knoblauchzehen zerstampfen und diese mit dem Olivenöl und den Sardellen vermischen, die man vorher gesäubert hat. Das Ganze dann bei mittlerer Hitze schmoren und darauf achten, dass der Knoblauch nicht verbrennt. Nach ca. einer Stunde dann, kann der Rest des Knoblauchs dazu gefügt werden, sowie die Butter. Ist diese geschmolzen, füllt man die Bagna Cauda in ein feuerfestes Gefäß.

Hier bietet sich ein Fondue-Kessel an oder auf einen Rechaud stellen in der Mitte des Tisches. Das frische Gemüse waschen und in Stücke schneiden. Je nach Geschmack kann man das Gemüse roh lassen oder vorher etwas blanchieren. Das fertige Gemüse sollte man dann schön auf einer oder mehreren Platten nett drapieren, sodass sich jeder gut bedienen kann.

So isst man ein Bagna cauda

Wenn man ein Bagna Cauda isst, dann tunkt man das in Stücke geschnittene Gemüse in die warme Soße und als Beilage wird Weißbrot gereicht. Aber auch knuspriges Brot gehört auf den Tisch und dabei ist es, egal ob dieses Gericht als Vorspeise oder Hauptgericht gegessen wird.

Zumeist wird eine Bagna cauda als Vorspeise serviert. Reicht man diese als Hauptgericht, dann werden auch Kartoffeln, Zucchini, Kohlrabi und andere Gemüsesorten dazu gereicht.

Das Essen einer Bagna Cauda ist einfach, man nimmt ein Stück Gemüse, welches vorher blanchiert wurde und schöpft die warme Soße darüber. Mit dem Weißbrot kann man die Soße dann tunken. Rohes Gemüse tunkt man in die Soße. Während des Essens sollte man die Soße immer wieder umrühren. Somit geht man sicher, dass die Knoblauch-Sardellen-Paste nicht ansetzt. Zum Schöpfen der Soße sollte man einen Holzlöffel benutzen, da dieser nicht heiß wird, im Gegensatz zu einem Metalllöffel.

Ist der eine oder andere Gast noch hungrig, kann man ein bis zwei Eier in das Öl schlagen, welches in dem Rechaud übrig geblieben ist und diese dann stocken lassen, während man es vorsichtig rührt. Hier spricht man dann von einem Rührei der Extraklasse.

Trinken sollte man zu einer Bagna cauda Wein. Dieser sollte in größeren Mengen vorhanden sein, um das Essen zu verdauen. Hier bieten sich die intensiven Weine aus dem Piemont an, wie beispielsweise ein Docletto d'Alba oder ein Barbera d'Alba. Diese Weine haben eine schöne, aber aggressive Säure. Um den Durst zu löschen, reicht man Mineralwasser.