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Vinschgauer die Südtiroler Erfindung schlechthin

Vinschgauer selber backen

Die Vinschgauer wurden in Südtirol erfunden, vielleicht auch deshalb, weil sie in die Alpenregion hervorragend passen. Die Brötchen eignen sich bestens zur Mitnahme bei Bergtouren. Gemeint sind die Brötchen, die grundsätzlich immer im Doppelpack gebacken werden. Was also bedeutet, es werden immer zwei Brötchen zusammen gebacken. Der Teig, welcher für die Herstellung benötigt wird, ist ein Sauerteig.

Die Backform erinnert an ein Fladenbrot, denn die „Vinschger Paarlen“, wie sie auch gerne, genannt werden, sind nicht dicker als zwei bis drei Zentimeter. Was zu dem Vorteil führt, dass die Brötchen extrem knusprig werden, sie besitzen eine herrliche Kruste. Das Schöne an den Vinschgauern ist, dass sie durch den Sauerteig lange frisch bleiben. Frisch gebacken besitzen die kleinen Fladen noch nicht das volle Aroma, besser ist es, wenn man sie erst am nächsten Tag verspeist. Wer sie über längere Zeit aufbewahrt und das kann man, muss zwar damit rechnen, dass sie ziemlich trocken werden, aber dafür umso aromatischer.

Beim Backen im Backofen sollte man immer eine Schale mit Wasser in den Ofen stellen. Ob die Vinschgauer bereits die notwendige Backzeit erreicht haben, kann man ganz einfach testen und zwar so. Mann nimmt ein Brötchen und klopft auf die Unterseite, wenn diese sich hohl anhört, dann ist es fertig. Als Belag eignet sich so ziemlich alles, oder besser gesagt erlaubt ist, was schmeckt. Man kann die Vinschgauer aber auch einfach so zum Wein reichen.

Zutaten

200 Gramm Roggenmehl
200 Gramm Wasser
60 Gramm fertiger Sauerteig (erhältlich beim Bäcker)
600 Gramm Roggenmehl
200 Gramm Weizenmehl
25 Gramm Hefe
20 Gramm Salz
500 ml Wasser
10 Gramm Kümmel
10 Gramm Anis

Zubereitung

Die Zubereitung ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, wie es geht. Wer sich an dem Rezept versuchen will, sollte folgende Zutaten breithalten: für den Sauerteig, 200 Gramm Roggenmehl, 200 Gramm Wasser, 60 Gramm fertiger Sauerteig (erhältlich beim Bäcker). Der Sauerteig muss reifen, was bedeutet, man sollte diesen bereits ein bis zwei Tage vorher ansetzen. Dafür nimmt man alle Zutaten des Sauerteigs und vermischt diese miteinander, dann wird dieser abgedeckt in den Kühlschrank gestellt. Wenn der Teig gereift ist, beginnt man damit die weiteren Zutaten, wie, 600 Gramm Roggenmehl, 200 Gramm Weizenmehl, 25 Gramm Hefe, 20 Gramm Salz, 500 ml Wasser, 10 Gramm Kümmel und 10 Gramm Anis herzurichten.

Dann nimmt man den gereiften Sauerteig und gibt alle anderen Zutaten hinein. Diese werden jetzt kräftig miteinander verknetet. Den Teig lässt man dann eine Stunde ruhen. Dann beginnt man damit flache Fladen zu formen, am besten gelingt das, wenn man seine Hände bemehlt.

Ein Fladen sollte etwa 250 Gramm haben. Bei den Ersten kann man das abwiegen, das hat man aber dann sehr schnell im Gefühl. Dann legt man die Fladen auf ein bemehltes Backblech. Es werden immer zwei Stück direkt aneinander gesetzt. Die Fladen auf dem Blech müssen jetzt nochmals etwa eine Stunde auf dem Backblech ruhen. In den Ofen sollten sie erst dann, wenn sich an der Oberfläche Risse bilden. In der Zwischenzeit kann man den Backofen auf 220 Grad vorheizen.

Die Fladen werden jetzt mit Mehl bestäubt und dann direkt in den Backofen gegeben. Hier sollten sie etwa 50 Minuten bleiben. Sie gehen nicht mehr auf beim Backen, denn der Teig ist eher weich und fließend, deshalb bilden sich beim Backen die bekannten Vinschgauer Fladen.