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Französische Pasteten

Tourte des pêcheurs zubereiten

Eingebettet zwischen zwei Ozeanen ist Frankreich ein wahres Paradies für die Liebhaber von Fischen und Meeresfrüchten. Atlantik und Mittelmeer bieten für die Anwohner seit jeher optimale Bedingungen für das Fischereihandwerk. Zahlreicher Gerichte und Spezialitäten gehen auf diese lange Tradition zurück. Ein Beispiel dafür ist die Fischer-Pastete. Tourte des pêcheurs zubereiten ist ganz einfach. Wer sich die nötige Zeit am Herd nimmt, kann eine besondere Spezialität für seine Familie oder Gäste kreieren.
Der Hobby-Koch greift mit dieser Pastete auf ein Rezept mit einer sehr langen Tradition zurück, dass auch nach Belieben abgewandelt werden kann. Denn Pasteten wurden in Frankreich erfunden, man vermutet, um das Jahr 1000 herum. Pasteten galten lange Zeit als Gericht, das zu besonderen Anlässen Macht und Reichtum des Gastgebers demonstrieren sollten. Es gab einst sogar den Beruf des Pasteten Bäckers.

Zutaten (eine Portion)

1,2 Kilo Tomaten
drei Zwiebeln
eine Zehe Knoblauch
ein Glas Sardellen in Öl
ein Blatt Salbei
ein Teelöffel Oregano
Olivenöl
700 Gramm Mehl
250 Milliliter Wasser
eine Tüte Trockenhefe
einen Teelöffel Zucker
einen Teelöffel Salz
einen Teelöffel Pfeffer
Mehl für die Arbeitsfläche und Öl für das Backblech

Zubereitung

Der Hobby-Koch beginnt normalerweise mit dem Teig der Tourte des pêcheurs. Dafür mischt er einfach alle Zutaten zusammen, bis eine durchgehend einheitliche Masse entstanden ist. Den Teig deckt er ab und lässt ihn 30 Minuten lang gehen.

In der Zwischenzeit lässt sich die Füllung hervorragend vorbereiten. Der Hobby-Koch beginnt mit den Tomaten: Diese werden erst über brüht, dann gehäutet. Anschließend werden die Kerne entnommen, die Tomaten in Würfel geschnitten. Nach dem Schälen wird die Zwiebel in dünne Scheiben geschnitten, die Knoblauchzehe wird nach dem Schälen gepresst.

Die Zwiebeln werden in einem Schmortopf in Olivenöl gebräunt, allerdings nicht zu stark. In den Schmortopf werden dann der gepresste Knoblauch, das Salbeiblatt, die gewürfelten Tomaten und der Oregano gegeben. Der Hobby-Koch würzt nach Geschmack mit Salz und Pfeffer. Die Rohe Masse kocht anschließend bei geringer Hitze vor sich hin. Die Flüssigkeit sollte verdampft sein und die Soße zu einem Brei reduziert.

Nun werden die Sardellenfilets in kaltem Wasser gespült und trocken getupft, anschließend wird jedes Filet geviertelt und mit dem Tomatenpüree vermischt.

Langsam nimmt nun die selbst gemachte Tourte de pêcheurs Gestalt an: Damit die Pastete vollendet werden kann, wird als erstes der Backofen auf 200 Grad vorgeheizt.

Zu Beginn wird die Teigmasse halbiert, die beiden Hälften zu Kugeln geformt. Die Arbeitsfläche bestäubt der Hobby-Koch jetzt mit Mehl, bevor er eine Teig-Kugel mit einem Nudelholz ausrollt, bis er eine Teigfläche mit einem Durchmesser von etwa 40 Zentimetern hat. Diese Hälfte legt er nun auf ein Backblech, das leicht ein geölt ist. Anschließend verteilt er das Püree der Füllung gleichmäßig auf dem Teig.

Die zweite Kugel wird bis zur selben Ausdehnung ausgerollt und auf das Püree gelegt. Den Rand drückt der Hobby-Koch. Die Decke der Tourte des pêcheurs sollte er leicht einschneiden oder mit einer Gabel leicht einstechen, bevor er ihn mit einer kleinen Menge Öl bestreicht und anschließend für 20 Minuten in den Backofen schiebt.

Der Hobby-Koch sollte für diese Leckerei allerdings genügend Zeit einplanen. Der Arbeitsaufwand hält sich mit etwa 40 Minuten zwar in einem überschaubaren Rahmen, jedoch benötigt der Teig eine Ruhezeit von rund einer Stunde. Will man diese französische Spezialität zum besonderen Anlass servieren und erwartet Gäste, sollte man also im Zweifelsfall ein wenig zu früh beginnen.
Die Tourte des pêcheurs kann sowohl kalt als auch warm genossen werden. Am besten schmeckt sie serviert mit einem Blattsalat und Oliven.