Alle Themen

Verwandte Artikel

  1. ABC-Apfel-Birnen-Citronen-Saft – So mache ich ABC-Saft selbst
  2. ACE-Mehrfrucht-Karotten-Trunk - So machen Sie ihn selbst
  3. Apfel-Grapefruit Saft zubereiten – So geht’s
  4. Apfel-Kirsch Saft – So macht man Apfel-Kirsch Saft selbst
  5. Apfel-Orange-Nektar selber machen – So geht´s


Stachelbeer-Wein selber machen

Stachelbeer-Wein machen – So machen Sie Ihren eigenen Stachelbeer-Wein

Wein entsteht dadurch, dass das Obst oder die Früchte gären, davon ausgeschlossen sind jedoch Trauben. Obstwein ist auch bekannt unter dem Begriff „Fruchtwein“. Der Alkoholgehalt eines solchen Weins kann bis zu 18% vol betragen. Damit der Gärprozess überhaupt einsetzt, muss Zucker zugesetzt werden, denn wenn kein Zucker zugesetzt wird, ist es selten der Fall das der Alkoholgehalt mehr als 10% vol erlangt. Dieser Alkoholgehalt ist zu gering, damit man den Wein langfristig aufbewahren kann. Einen Obstwein, bzw. Fruchtwein kann man aus allen Früchten herstellen, die zuckerhaltig sind.

Das Maischen

Werden die Früchte, bzw. das Obst zerquetscht, dann stellt man einen „Obstbrei“ her, die sogenannte Maische. Dieser Obstbrei darf aber kein Mus sein, darauf muss geachtet werden. Durch Zugabe von Weinhefe (Reinzuchthefe) wird die Maische zum Gären gebracht. Wer aus Äpfeln, Birnen oder Orangen Wein machen möchte, der muss zuerst den Saft aus der Maische pressen, der dann weiter verwendet wird. Ist das der Fall, ist der Saft vergoren. Der enthaltene Zucker wird während des Gärprozesses, durch die sich vermehrenden Hefepilze gespalten, nämlich in Kohlendioxid und Alkohol. Die Gärungszeit beträgt in der Regel ca. Wochen und ist abgeschlossen, wenn keine Bläschen mehr aufsteigen.

Der Jungwein

Steigen keine Bläschen mehr aus, dann wird der „Jungwein“ von der Maische getrennt. Danach erfolgt die Nachgärung, bis das der Endalkoholgehalt erreicht ist. Reicht der Zuckergehalt der Früchte nicht aus, muss man dem Jungwein noch extra Zucker beifügen. Den Zuckergehalt kann man mit einer Mostwaage bestimmen, dies sollte man tun, damit man weiß, wie viel Zucker noch hinzugefügt werden muss. Denn ist der Jungwein überzuckert, dann ist das Gärhemmend auswirkend und eine Unterzuckerung führt dazu, dass der Wein einen zu geringen Alkoholgehalt hat. Die Luftzufuhr muss während des Gärprozesses strengstens vermieden werden, aufgrund dessen wird auf das Gärgefäß mit einem Gäraufsatz verschlossen. Der Gäraufsatz ermöglicht dem Kohlendioxid zu entweichen, aber lässt keine Luft eindringen. Dadurch vermeidet man das Obstessig entsteht. Hat man säurereiche Früchte verwendet, dann kann die Säurekonzentration durch die Zugabe von Wasser, vor der Gärung, heruntersetzen. Im Gegenteil dazu, kann man Milchsäure oder Zitronensaft vor der Gärung einsetzten, wenn man Wein aus säurearmen Früchten herstellt.

Der Abschluss, der Wein ist fertig

Ist der Alkoholgehalt bei ca. 12% Vol angekommen, dann verlangsamt sich der Gärprozess und bei 16 – 18 % Vol stellt er sich vollständig ein. Der Gärprozess, bzw. der Vorgang ist davon abhängig, welche Hefe man verwendet. Der Zucker ist nun vollständig vergoren und das Ergebnis ist ein trockener Obstwein, der keine Rest Süße enthält. Sicherlich kann man den Wein nachsüßen, aber dann läuft man Gefahr, dass eine Nachgärung einsetzt. Nun sollte der Wein ruhen, denn in der Ruhephase klart er auf, denn die Trubstoffe sinken zu Boden. Nun ist es soweit, der Wein kann abgezogen werden. Teilweise ist es ratsam, den Wein noch einige Zeit zu lagern, damit er „reifen“ kann. Doch Obstweine sind nicht sehr lange haltbar und bei langer Lagerung geht das fruchtige Bukett zurück.

Das Rezept für einen Stachelbeerwein

Die Zutaten:

Pro Liter Ansatz ca. 600- 700 g reife Stachelbeeren.
benutzt man unreife Stachelbeeren dann nur 400 – 500 g und 0,6 g Hefenährsalz
360 – 540 l Wasser
160 – 360 g Zucker

Die Zubereitung:

Die Stachelbeeren einmaischen und den Saft aus der entstandenen Maische herauspressen. Alles Weitere ist genauso wie bei anderen Obstweinen. Die Herstellung gleicht sich absolut, vom Gärprozess ab, bis hin zu dem Abstich.