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Girokonto erklärt

Was ist ein Girokonto?

Die Bezeichnung Giro kommt aus der italienischen Sprache und bedeutet Kreislauf oder kreisen lassen. Einen besseren Namen hätten sich die Banker für das Girokonto nicht ausdenken können. Denn genau das tut das Geld auf dem Girokonto, es kreist. Zum einen kommt Geld als Guthaben auf das Konto und zum anderen verlässt Geld als Ausgaben das Konto. Die Bankinstitute führen ein Girokonto als Kontokorrentkonto. Zahlungen werden zu Gunsten oder zu Lasten des Girokontos gebucht. Das Wort „Konto“ kommt ebenfalls aus dem Italienischen und bedeutet Rechnung und der Wortteil „korrent“ bedeutet laufend. Zwischen Gläubigern und Schuldnern kommt es dauernd zu gegenseitiger Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Der Saldo ist dann nach Abwicklung des gesamten Zahlungsverkehrs der Kontostand. Im Rahmen der modernen Volkswirtschaft hat das Girokonto soviel an Bedeutung gewonnen, das von Seiten der Bankinstitute festgelegt worden ist, dass Jedermann Anspruch auf ein Girokonto hat. Früher wollten die Bankinstitute nur Kontoinhaber mit regelmäßigen Zahlungseingängen in gewisser Höhe akzeptieren. Noch in den Jahren bis ungefähr 1960 gab es Lohntüten. Aber die Vorteile von bargeldlosem Zahlungsverkehr wurden schnell erkannt und Firmen und Behörden drängten die Mitarbeiter zur Eröffnung eines Girokontos. Auf diesen Zug sind die Banken dann auch gleich clever aufgesprungen. Das Privatkunden-Geschäft war geboren und eröffnete den Bankinstituten die neuen Einnahmequellen der Kontoführungsgebühren. Diese Gebühren sind gemessen an der Bequemlichkeit und den Vorteilen von bargeldlosem Zahlungsverkehr durchaus das Geld wert. Seit langem schon gibt es Selbstbedienung beim Geld-Kreislauf auf einem Girokonto
Dabei spart man noch mehr Zeit und Geld – der Zahlungsverkehr hat quasi niemals Feierabend.

Online Banking und Geldautomat

Im Laufe der Jahre bis zum heutigen Tag haben die Bankinstitute die Verwaltung des Girokontos immer mehr automatisiert. Die Inhaber der Girokonten wurden mit einer ec-Karte ausgerüstet. Dazu gehört jeweils eine individuelle Geheimnummer, in Fachkreisen PIN-code genannt. Bargeld kann der Inhaber eines Girokontos mit der ec-Karte und der PIN-Nummer Tag und Nacht an fast allen Geldautomaten abheben. Allerdings kann nur bei den Filialen des eigenen Bankinstituts kostenfrei abgehoben werden. An anderen Geldautomaten oder sogar im Ausland fallen unterschiedliche Gebühren von zum Teil zweistelligen Beträgen an. Deshalb ist es ratsam, sich grundsätzlich nur in Notfällen an fremden Geldautomaten mit Bargeld zu versorgen. Überweisungen von Rechnungen ist die andere Dienstleistung, die ein Inhaber vom Girokonto im Alleingang erledigen kann. Überweisungen werden heutzutage überwiegend in Selbstbedienung an Überweisungsautomaten getätigt. Diese Automaten stehen bei den Bankfilialen genau wie die Geldautomaten auch außerhalb der Geschäftszeiten jederzeit zur freien Verfügung. Ebenso kann ohne Zeitlimit am Kontoauszugdrucker der Kontostand des Girokontos überprüft werden. Nur für Bargeld muss der Inhaber des Girokontos wohl oder übel zwangsläufig immer noch aus dem Haus gehen. Aber alle anderen Kontobewegungen kann er bequem von zu Hause aus über das Internet über das online Banking System erledigen. Der Kontostand ist online jederzeit abrufbar. Überweisungen aller Art sind vom heimischen Computer mittels verschiedener Verifizierungsarten sicher möglich. Für Sicherheit sorgen ein TAN-Nummernsystem oder ein Chip-TAN-Verfahren oder ein TAN-Kartenlese-Generator. Diese Systeme stehen dem Kontoinhaber zur freien Auswahl. Die Sicherheit des online Banking wird mit diesen Systemen garantiert. Durch das Online Banking spart der Inhaber eines Girokontos eine nennenswerte Summe an Kontogebühren, außerdem kann er rund um die Uhr seine notwendigen Kontobewegungen veranlassen. Das ist die moderne Zeit. Die rasante Entwicklungsgeschichte des Girokontos ist bestimmt noch nicht am Ende. Warten wir auf den nächsten Schritt.