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Einzugsermächtigung

Was ist der Unterschied zur Abbuchung?

Widerspruch bei Lastschriftverfahren

Wenn der Inhaber eines Girokontos regelmäßige Zahlungsverpflichtungen an einen bestimmten Empfänger hat, dann erteilt er als Zahlungspflichtiger einem bestimmten Zahlungsempfänger die Vollmacht, alle ihm zustehenden Betrag termingemäß beim ihm als Kontoinhaber per Lastschrift einzuziehen. Diese Vollmacht nennt man Einzugsermächtigung. Diese Einzugsermächtigung akzeptiert das kontoführende Kreditinstitut und belastet das Kundenkonto mit dem angeforderten Betrag. Die Einzugsermächtigung ist eine von zwei möglichen Lastschriftverfahren bei Kreditinstituten. Eine Lastschrift ist im Bankwesen der Vorgang des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Dieser Vorgang wird immer vom legitimierten Zahlungsempfänger ausgelöst. Deshalb benötigt er auch die Einzugsermächtigung auf seinen Namen, das ist die Legimitation für das Bankinstitut. Ohne eine bestehende gültige Einzugsermächtigung belastet das Bankinstitut das Konto des Zahlungspflichtigen nicht. Gegen unberechtigte Kontobelastungen kann ein Kontoinhaber Widerspruch einlegen. Dieser Widerspruch ist für das Bankinstitut immer verbindlich. In der Praxis hat das die Bedeutung, dass dem Kontoinhaber der abgebuchte Betrag wieder gutgeschrieben wird. In einem Lastschriftabkommen ist das Widerspruchsrecht geregelt. Das Widerspruchsrecht steht dem Zahlungspflichtigen ohne zeitliche Begrenzung zu. Ohne jegliche Angabe von Gründen für den Widerspruch muss die Bank die Kontobelastung anstandslos wieder rückgängig machen. Das ist ein riesengroßes Plus gegenüber dem anderen zweiten Lastschriftverfahren. Das zweite Lastschriftverfahren ist das Abbuchungsverfahren. Beim Abbuchungsverfahren besteht absolut keinerlei Widerspruchsrecht, unberechtigt abgebuchte Beträge können nur auf zivilrechtlichem Weg wieder zurückgeholt werden. Allerdings muss ein Abbuchungsauftrag auch immer von Fall zu Fall für jeden einzelnen Zahlungsempfänger vom Zahlungspflichtigen erteilt werden. Deshalb achten Sie bitte bei den Formularen genau auf den Unterschied. Auch hier wird die Bank ein Kundenkonto nicht belasten, wenn die benötigte Legimitation für einen Abbuchungsauftrag nicht vorliegt. Ein Kontoinhaber hat immer die Möglichkeit eine Einzugermächtigung oder einen Abbuchungsauftrag jederzeit wieder zurückzunehmen. Diese Rücknahme muss er notwendigerweise seinem Bankinstitut und dem Zahlungsempfänger mitteilen. Wenn ein Bankkunde zum Beispiel aus einem Verein austritt, eine Versicherung kündigt oder ein Abonnement beendet, dann sind das alles Situationen in denen er ein dafür erteiltes Lastschriftverfahren stoppen muss. Als Fazit zum Thema der zwei unterschiedlichen Lastschriftverfahren ist festzustellen, dass ein erteilter Abbuchungsauftrag sehr viel ungünstiger ist als eine Einzugsermächtigung. Für beide gelten allerdings die gleiche Prozedere, wenn die Einlösung der Lastschrift verweigert wird. Nicht eingelöste Lastschriften werden als Rücklastschriften bezeichnet. Lastschriften werden nicht eingelöst, wenn das Konto des Zahlungspflichtigen nicht genügend Deckung aufweist oder der Disporahmen erschöpft ist oder die Kontonummer falsch ist oder das Konto gar nicht mehr besteht. Jeder der solche Ermächtigungen für sein Konto erteilt, sollte seinen Kontostand immer gut im Auge behalten. Die Angaben auf den Formularen dürfen nicht fehlerhaft sein. Denn für eine stornierte Lastschrift, also eine Rücklastschrift, fordern die Zahlungsempfänger entstandene Gebühren vom Zahlungsempfänger ein.

Einzugsermächtigung oder Abbuchungsauftrag – was ist richtig?

Privatkunden haben in der Regel finanzielle Verpflichtungen von immer gleichen Beträgen zu immer gleichen Terminen. Für die Miete oder die Energiezahlungen oder Abonnements sollte besser dem kontoführenden Institut ein Dauerauftrag erteilt werden. Denn eine gewisse Anzahl von Daueraufträgen beinhaltet meistens die Basisgebühr für ein Konto. Einzugsermächtigungen und Abbuchungsaufträge sind für den Zahlungsempfänger immer kostenfrei. Diese beiden Varianten sind angebracht, wenn in unregelmäßigen Zeitabständen jeweils unterschiedlich Beträge zur Bezahlung anfallen. Der Zahlungsempfänger hat das größte Interesse, das zum Zahlungstermin auch pünktlich bezahlt wird. Diese Gewähr der Pünktlichkeit erhält er durch die Einzugsermächtigung oder den Abbuchungsauftrag. Ein Geschäftsmann kann dem Finanzamt für eine Steuer eine Einzugsermächtigung erteilen. Er versäumt dann keine Frist und vermeidet Säumniszuschläge. Ein Händler erhält pünktlich sein Geld, weil der Rechnungsbetrag dem Zahlungspflichtigen per Lastschrift termingerecht vom Konto abgebucht wird. Beide Vertragspartner, sowohl der Zahlungspflichtige als auch der Zahlungsempfänger haben durch bargeldloses Lastschriftverfahren entscheidende Vorteile. Im Bereich Organisation und Terminüberwachung wird viel Zeit eingespart. Viele Geschäftspartner akzeptieren ausschließlich die Methode der Lastschriftverfahren. So macht es zum Beispiel auch das Finanzamt bei der Kraftfahrzeugsteuer.