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Depot Konto

Was ist ein Depot?

Das Wort Depot bedeutet im französischen Sprachgebrauch Lager oder Ablagerung. Ein Depot ist also ein Lager für verschiedene Dinge. Viele Geschäftsbereiche legen ein Depot an. Das Militär, ein Museum, der Weinhandel oder öffentliche Verkehrgesellschaften besitzen beispielsweise ein Depot. Die größte gedankliche Assoziation bei dem Begriff Depot entsteht im Zusammenhang mit dem Bankwesen. In einem Depot lagern dort Wertpapiere. Davon soll hier die Rede sein.

Wertpapiere sicher aufbewahrt

Ein Depot ist die Aufbewahrung von Wertpapieren durch ein Bankinstitut oder einen Finanzdienstleister. Dafür wird dem Depotbesitzer ein Entgelt berechnet. Ein Wertpapierdepot ist genau genommen ein Wertpapierkonto. Über dieses Konto werden ausschließlich Wertpapiergeschäfte abgewickelt. Dabei handelt es sich um Kauf oder Verkauf und unter anderem auch Übertagungen. Eine Bewegung von realen Papieren findet normaler weise nicht statt, Wertpapiere sind im Wesentlichen nur virtuelle Guthaben auf Depotkonten. Buchungen auf einem Depotkonto sind auf jeden Fall ausschließlich wertpapierseitig. Die geldmäßigen Gegenbuchungen laufen über ein Girokonto. Bei diesen Buchungen handelt es sich um Kaufpreis, Verkauferlöse, Zinsen und Dividenden. Bei der Eröffnung eines neuen Depotkontos wird zwischen dem Kunden und der Bank ein Depotvertrag geschlossen. Er regelt alle relevanten Bedingungen in bezug auf die Depotverwaltung. Zum Teil legitimiert und verpflichtet er die Bank zu eigenem Handeln. Eine ausschließlich eigene Überwachung der Wertpapiere durch den Kunden macht keinen Sinn, weil nur das Bankinstitut direkt mit der Börse kommuniziert. Die Börse ist der Handelsplatz für Wertpapiere. Bei allen deutlichen Kursveränderungen kann die Bank dann je nach Kundenauftrag sofort reagieren, die gesamten Wertpapiere sind jederzeit griffbereit, beziehungsweise Kontobewegungen auf dem Wertpapierkonto sind in Sekundenschnelle möglich. Das bringt entweder Gewinne oder vermeidet Verluste. Das alles geschieht in der virtuellen Welt online im Internet. Der Wertpapierhandel ist im Bankwesen jeweils eine eigene Abteilung mit professionellen Anlageberatern. Wertpapier ist ein Oberbegriff. Im Einzelnen versteht man darunter alle Aktien, Genussscheine, Staatsanleihen, Bundesschatzbriefe, Wandelanleihen, Optionsanleihen, Rentenfonds, Immobilienfonds, Pfandbriefe, Kommunalobligationen und Schuldverschreibungen. Es ist unmöglich, alle Wertpapiere beim Namen zu nennen. Die hier aufgeführte Vielfalt beweist, dass Wertpapiere als Geldanlagen unbedingt einen professionellen Aufbewahrungsort wie ein Depot bei der Bank benötigen. Denn Geldanlagen sollen nach dringender Empfehlung breit gestreut werden, um das Risiko gering zu halten. Dementsprechend bunt gemischt dürfte es auf in den meisten Depotkonten aussehen. Wer mit Aktien und Wertpapieren sein Geld vermehren möchte, der muss zunächst das passende Depot finden. Das ist ein entscheidender Faktor. Denn teure Depots können die Rendite der Geldanlagen killen. Die Bankinstitute und Dienstleister stehen durchaus im Wettbewerb zueinander. Dass Vergleichen aller Angebote lohnt sich durchaus. Sogar Stiftung Warentest hat sich mit dem Thema Depot schon befasst. Unter anderem ist ein erstaunliches Ergebnis dabei heraus gekommen. Bei einem großen Depot mit vielen Ordern liegt die Differenz zwischen dem günstigsten und teuersten Depot pro Jahr bei 9000,- Euro. Entscheidend für die Depotkosten ist unter anderem auch das Anlageverhalten. Wer viel handelt, muss beim Kauf und beim Verkauf an die Bank Provision zahlen. Die Höhe dieser Unkosten sollten im Vorfeld unbedingt berücksichtig werden. Fasst jemand die Papiere nur selten an, sollte der Fokus auf niedrigen Depotgebühren liegen. Kunden sollten sich von ihrer Bank schriftlich eine Aufstellung der Depotgebühren geben lassen. Ist ein bestehendes Depot zu teuer, lohnt sich der Wechsel. Die Übertragung eines Depots zu einer anderen Bank ist kostenlos.