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Bezahlter Urlaub

So berechnen Sie bezahlten Urlaub

Gut wenn man Bescheid weiß, wie bezahlter Urlaub berechnet wird
Nach dem Bundesurlaubsgesetz hat jeder Arbeitnehmer ein Anrecht auf bezahlten Jahresurlaub. Die Berechnung findet nach verschiedenen Kriterien statt, über die man Bescheid wissen sollte.

Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf seinen bezahlten Urlaub. Die Bezahlung richtet sich allerdings nach den in den Tarifverträgen gültigen Kriterien.

In Deutschland ist es momentan gesetzlich vorgeschrieben, das der Urlaub mindestens 20 Werktage bei Vollzeitbeschäftigten beträgt. Üblich sind aber zwischen fünf und sechs Wochen bezahlter Erholungsurlaub. Anspruch hat jeder Arbeitnehmer, der mindestens sechs Monate im Unternehmen beschäftigt war. Maßgebend ist dabei das Kalenderjahr. Tritt ein Arbeitnehmer zum Ende des Jahres seine Tätigkeit an, ist er berechtigt einen Teilurlaub zu bekommen, da er das Kalenderjahr nicht einhalten konnte. Viele Betriebe haben keine Kenntnis von dem Gesetz des Teilurlaubs, deshalb müssen sich die Arbeitnehmer im Vorfeld informieren, um zu ihrem Recht zu kommen. Eigentlich ist der Anspruch auf Urlaub leicht zu errechnen. Eine Ausnahme gilt für Teilzeitkräfte, die nicht durchgehend arbeiten. Normalerweise richtet sich der Anspruch für Teilzeitkräfte nach den Kriterien für Vollzeitkräfte, erhält eine Vollzeitkraft für die fünf Tage Woche dreißig Urlaubstage, erhält eine Teilzeitkraft für eine drei Tage Woche achtzehn Urlaubstage. Das heißt in der Berechnung: 30:5=6×3=18. Dieser Berechnungsfaktor kann für sämtliche Berechnungen des Urlaubsanspruchs angewendet werden. Eigentlich ganz simpel, wenn man weiß, wie der Urlaubsanspruch errechnet wird. Da die Arbeitszeit im heutigen Berufsleben immer weiter flexibel ausgerechnet ist, sind viele Arbeitnehmer teilzeitbeschäftigt oder geringfügig beschäftigt. Auch für diese Beschäftigten gilt das Gleichheitsprinzip. Anspruch auf bezahlten Urlaub, sowie ein Urlaubsentgelt. Deshalb sollte man als Arbeitnehmer genau Bescheid wissen, um bei eventuellen Reklamationen des Gehaltsstreifens, allen Ärger mit der Personalabteilung oder dem Vorgesetzten auszuschließen. Für beide Seiten eine gute Lösung. Denn Wissen ist Macht.

Wichtig ist auch der Geldfaktor

Nicht nur der Anspruch auf Erholungsurlaub spielt eine entscheidende Rolle, sondern auch der Anspruch auf Urlaubsentgelt. Auch dieser ist leicht zu errechnen, wenn man weiß, wie es geht. Anhand des Verdienstes der letzten dreizehn Wochen, wird im Durchschnitt der Stundenlohn errechnet. Bei Monatslöhnen die letzten drei Monate, so kommt ein Stundensatz heraus, der dann auf die Urlaubstage gerechnet wird. Die gesamte Zeit der Abwesenheit durch Urlaub, wird während des Erholungsurlaubs bezahlt. Um Stress zu vermeiden, ist bei der Einstellung vielleicht schon ein Stundensatz je Urlaubstag zu vereinbaren, damit kann der Arbeitnehmer leicht nachvollziehen, ob seine Ansprüche an die Firma rechtens abgelaufen sind. Zahlt ein Arbeitgeber seinen Vollzeitkräften Urlaubsgeld, hat auch die Teilzeitkraft Anspruch auf eine Teilsumme.

Das Urlaubsgeld ist dann anteilig ihrer Arbeitszeit zu bezahlen. Ein Rechenexempel wäre: Zahlt der Arbeitgeber seiner Vollzeitkraft für die fünf tage Woche tausendfünfhundert Euro, bekommt eine Teilzeitkraft die nur eine zwei tage Woche hat, sechshundert Euro. Rechenbeispiel wäre: 1500:5=300×2=600.

So kommt jeder Arbeitnehmer zu seinem Recht auf Urlaubsgeld und ist zudem noch gut informiert. Anspruch auf Entgeltfortzahlungen hat der Arbeitnehmer aber nicht nur während seines Urlaubs. Auch die gesetzlichen Feiertage müssen durch den Arbeitgeber in voller Höhe entlohnt werden. Auch da gilt das Gleichheitsprinzip. Teilzeitkräfte haben ebenfalls Anspruch, wie die Vollzeitkräfte.
Gut informiert, sind die Arbeitnehmer auf der sicheren Seite und verhindern möglichen Ärger.