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Urlaub beantragen

Beim Arbeitgeber Urlaub beantragen

Nach dem Bundesurlaubsgesetz ist genau geregelt, wie viel Urlaub ein Arbeitnehmer zu bekommen hat. Der Arbeitgeber darf diesen Anspruch nicht verweigern. Die Terminwünsche des Arbeitnehmers sollten berücksichtigt werden. Urlaub zu nehmen und richtig zu beantragen, ist für viele Arbeitnehmer immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, das kaum einer richtig versteht.

Dabei ist laut Arbeitsvertrag genau festgelegt, wie man seinen Urlaub beantragen soll. Liest man sich seinen Arbeitsvertrag einmal genau durch, ist es meist genau festgelegt, wie man seinen Urlaub zu planen und zu beantragen hat. Jeder freut sich doch auf die schönsten Wochen des Jahres. Darum ist es wichtig, schon im Vorfeld für sich selbst, seine Wunschtermine festzulegen. Darin können selbstverständlich auch Brückentage enthalten sein, die den bezahlten Urlaub noch verlängern können.

Reicht man seine Urlaubswünsche schriftlich ein, liegt es allein am Chef, diesen zu genehmigen. Allerdings muss alles rundherum stimmen. Keine Arbeit darf liegen bleiben. Organisatorisch sollte auch mit den Kollegen alles abgesprochen sein, dass sich der Urlaub nicht mit anderen Arbeitnehmern überschneidet. Sonst gibt es Probleme bei der Planung und der Urlaub wird möglicherweise nicht genehmigt. Um das auszuschließen, macht es Sinn, sich Ersatztermine bereitzuhalten.

Die Urlaubsplanung sollte so früh wie möglich eingerecht werden, damit sich der Betrieb mit den anderen Kollegen genau abstimmen kann. Rücksicht muss genommen werden bei sozialen Aspekten. Eine Familie mit Kindern, die auf die Ferien angewiesen sind, bekommen selbstverständlich in den Ferien ihren Urlaub, da muss ein Single eben zurückstecken. Grundsätzlich gilt aber für den Arbeitgeber, dass er keinen Urlaub verweigern darf, wenn es möglich ist den abwesenden Arbeitnehmer durch einen anderen Kollegen zu ersetzen.

Aus einer Lust und Laune heraus, darf ein Urlaubswunsch nicht verweigert werden, nur aus rein organisatorischen Betriebsgründen. Da ein Urlaub der körperlichen und geistigen Erholung dienen soll, ist es auch verboten, während seines Erholungsurlaubs anderen Tätigkeiten nachzugehen, die eine Erholung negativ beeinflussen könnten. Also Vorsicht, auch Nebentätigkeiten, die man während seines Urlaubs ausführen möchte, bedürfen unbedingt der Genehmigung seines Chefs. Sonst riskiert man seinen Arbeitsplatz.

Hat man zu seinen Vorgesetzten ein gutes Verhältnis und man weiß, durch gegenseitiges Verständnis kommt man sich ein Stück näher, dürfte es in der Regel kein Problem sein, die Urlaubswünsche schon vor Buchung einer Reise, genau mit dem Chef abzusprechen. Früh genug geplant und eingerecht kann man sich auf die schönsten Wochen des Jahres freuen.

Sonderurlaub beantragen

Da man seinen Jahresurlaub hauptsächlich für die Erholung verwenden sollte, haben oftmals die Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen, Sonderurlaub für die Arbeitnehmer vorgesehen. Das gilt bei Umzügen, Todesfällen in der Familie oder auch für Bildungsurlaub. Um bei einem Umzug Behördengänge verrichten zu können, stehen den meisten Arbeitnehmern ein Tag Sonderurlaub zu. Allerdings besteht kein gesetzlicher Anspruch und ist somit nicht einklagbar. Notfalls muss man freie Tage seines Erholungsurlaubs dafür geben.

Von Bundesland zu Bundesland verschieden, ist der Bildungsurlaub. Ist er vorgesehen, haben Arbeitnehmer das Recht, fünf Tage bezahlten Urlaub dafür zu erhalten. Unbedingt zu bedenken, ist der Verfall von Urlaubstagen. Wird der Erholungsurlaub nicht während des laufenden Jahres genommen, ist es rechtlich möglich, dass die freien Tage verfallen, wenn mit dem Betrieb nichts anderes vereinbart wurde.