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Minnendichtung lernen

Minnedichtung – So können Sie es lernen

Was bedeutet Minnedichtung?

Diese Dichtform begann im Mittelalter, wo eine Liebe zwischen zwei Menschen, meistens unerreichbar und immer an die Frau gerichtet, als traurig empfunden wurde. Die Troubadours aus Frankreich sind als erst Minnesänger bekannt gewesen. Eine raffinierte Art eine Dame zu umwerben. Minne, das Wort kann man übersetzen mit Liebe im Mittelalter, Verehrung des weiblichen Geschlechts, unterstützt von einer gegenseitigen gesellschaftlichen hohen Verpflichtung. Es beschreibt sehnsüchtige Blicke für die Verehrte, ein Anlächeln wird reichlich gedankt und in den Liedern werden die roten Wangen, der rosafarbene Mund und die weißen Hände verherrlicht. Die Minnesänger beschreiben sich als liebende Sänger die sich verzehren nach Leidenschaft und Begierde. Alles dreht sich um eine verzweifelte Hoffnung und stumme Hoffnung. Der Gesang wurde unterstützt von Saiteninstrumenten und an den Höfen den edlen Frauen in Versform dargeboten. Der bekannteste Dichter der Kunst der Minnesänger ist Walther von der Vogelweide. Ein Minnesänger denkt in seinem Gesang an ein ersehntes Liebesglück oder an ein erotisches Gefühl und singt seinen Schmerz hinaus. Oft sind auch in den Liedern Erlebnisse geschildert.

Minnedichtung selbst schreiben

Bei der Dichtung muss man es schaffen, sich in die Situation eines adligen Ritters zu versetzen. Hierbei spielt der Stil eine große Rolle, die in der Ritterzeit praktiziert wurde. Die Worte sollten nicht salopp oder eine normale Umgangssprache sein. Die Dichtung sollte edle Worte und vor allem mittelalterliche Worte enthalten. Wer sich über die mitteldeutsche Sprache informiert liegt ganz richtig. Es müssen wohlklingende Worte eingebaut werden. Den Grundstein der Minnedichtung legt das Lied. Es sollte aus mehreren, ca. 5 bis 7 Strophen bestehen. Anregungen hierfür bekommt man, wenn man sich durch Bücher über den Minnegesang inspirieren lässt. Durch ausgiebiges lesen verfällt man automatisch in die Art und Weise der Minnedichtung. Eigentlich geht es ganz schnell, dass man sich durch das einlesen in die Zeit zurück versetzt fühlt. In dieser Situation fällt einem schnell ein eigener Text ein und durch ausarbeiten kann dann ein tolles Minnelied entstehen. Die Zeilen der einzelnen Strophen sollten sich bei jeder zweiten Zeile am Ende reimen. Wenn man leise vor sich hin summt gelingt es meistens besser.

Das Thema bleibt jedem selbst überlassen. Klassisch ist jedoch die verzehrende und getrübte Liebe eines Mannes zu einer Frau. Früher gab es auch sehr viele verheiratete Männer, die mit ihrem Minnegesang auch eine verheiratete Frau meinten. In dem Liedertext kam dann natürlich der Gedanke des nicht bekommen vor. Die Frau eines anderen zu begehren war nur durch das Verstehen des Liedes auszudrücken. Hiervon gibt es einige Texte.

Um selber zu Dichten ist ein großer Wortschatz wichtig. Mit den Worten kreativ umzugehen und mit dem Wortklang zu arbeiten muss man üben. Die Dichtung ist ein Kunstwerk um Umgang mit Worten. Viel lesen ist die beste Art dieses zu lernen. Man sollte sich offen gegenüber der Dichtersprache neu orientieren. Die Praxis der Dichtkunst sieht manchmal ganz anders aus und wenn man auch mal mit Kritik überhäuft wird sollte man nicht aufgeben. Wenn man eine Melodie der Gefühle mit einfließen lässt und die Herzen anderer Menschen berührt, hat man gewonnen.