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Ein Sonett schreiben

Wie schreibe ich ein Sonett?

Was ist ein Sonett?

Die Wort „Sonette“ kommt ursprünglich aus dem italienischen Mittelalter und bedeutet so viel wie Tönchen oder kleiner Tonsatz oder kleiner Klang. Auch die Bezeichnung „Klinggedicht“ setzte sich durch. In Deutschland wurde das Schreiben eines Sonettes am Anfang des 17. Jahrhunderts durch Martin Opitz eingeführt und von vielen Dichtern übernommen. Es ist ein Gedicht was aus 14 Zeilen besteht, wobei die Gliederung aus zwei vierzeiligen (Quartetten) und zwei dreizeiligen (Terzetten) Strophen besteht. Eine Zeile hat meistens elf Silben mit meistens weiblicher Kadenz. Bei männlicher Kadenz kann sie auch aus zehn Silben bestehen. Das Reimen in Verbindung mit den gleichklingenden und ähnlichen Klangwörtern macht das Sonett aus. In der griechischen und auch in der römischen Antike lehnten die Dichter den Wortgleichklang als unschön schlichtweg ab.

Von den Lyrikern aus Spanien und Portugal wurde diese italienische Art des Sonetts genau so übernommen. Die Franzosen und auch die Engländer schweiften hierbei etwas ab wie z. B. mit einem sechszeiligem Vers.

Diese mittelalterliche Dichtkunst wurde von den Troubadours oder Minnesängern weit verbreitet. Sie trugen ihre Weisen auf Volksfesten oder an den Königshöfen vor. Viele Dichter haben die Art des Sonetts übernommen und bis heute gibt es viele Liebhaber dieser Dichtkunst.

Wie schreibe ich ein Sonett?

Ein Sonett hat im Wesentlichen eine musikalisch gute Qualität. Als erstes überlegt man sich ein Thema, was aus einem Gedanken oder der Realität entsteht. In der ersten Strophe sollte sich eine aufgestellte These wiederfinden. In der zweiten Strophe wird dieses von einem anderen Standpunkt beobachtet, vielleicht auch gegensätzlich betrachtet, beschrieben. So entsteht gedanklich ein Bruch im Vergleich dieser beiden ersten Strophen. Das gleiche passiert dann mit der dritten und vierten Strophe. Aber das ist natürlich so gewollt und setzt sich mit den Behauptungen und Ereignisse auseinander. Es regt zum Nachdenken an und nach der zweiten Strophe ist man sehr auf die dritte und vierte Strophe gespannt. So sollte es jedenfalls sein. Die dritte Strophe und auch die vierte Strophe klären dann diesen Zwiespalt auf und führen die Gedanken zu einem klärenden Ergebnis. Diese Art nennt man ein antithetisches Verfahren.

Für das Reimschema gibt es verschiedene Arten und Formen. Goethe hat das Schema abba, abba, cde, cde übernommen wie z. B. bei der Sonette „Freundliches Begegnen“. Der Dichter Eichendorf hat die Variante baba, baba, cde, cde gewählt. Es gibt hier viele Varianten um die einzelnen Strophen immer wieder miteinander zu verbinden. Jeder Vers sollte fünf betonte und fünf unbetonte Silben enthalten die abwechselnd zum Tragen kommen. Allerdings gibt es bei den Dichtern auch hier Ausnahmen wie z. B. bei Hoffmannsthal und dem „Sonett der Seele“. Hier sieht es so aus. Abba, baab, cdc, dee. Also ganz anders aber trotzdem eine wirkungsvolle und einfühlsam geschriebene Sonette.

Da übersetzt das Wort Sonette mit klingen und ertönen beschrieben wird, sollte ein Klanggedicht mit schönklingenden Worten bestückt sein. Diese Art der Gedichtform, die häufig auch gesungen werden kann, wurde und wird immer noch von den Lyrikern und Dichtern gern verwendet. Die strenge Form des Sonetts wird immer noch mit 2 vierzeiligen und 2 dreizeiligen Strophen beibehalten.