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Novelle

Was ist eine Novelle?

Das Wort Novelle hat jeder irgendwann schon einmal gehört. Aber was bedeutet es und was beschreibt es? Nun, eine Novelle ist nichts anderes, als eine kurze Erzählung. Da das Wort aus dem Italienischen kommt, heißt es übersetzt „die kleine Neuigkeit“ oder auch „kurze poetische Erzählung“ und der bekannte Dichter Storm beschrieb eine Novelle als kleine Schwester eines Dramas. Die beschriebene und kurze Handlung einer Novelle endet meistens in einer totalen Katastrophe. Diese kurzen Novellen werden, anders als ein Roman, in Prosa wiedergegeben und erzählen und beschreiben meistens ein einfaches und real vorzustellendes Ereignis. Der Hauptpunkt ist ein mittig stehender Konflikt. Deutlich werden die Höhepunkte und die Wendepunkte kurz, klar und knapp erzählt. Somit kommt die Novelle einem Drama nahe. In einer Novelle zählt immer nur eine Begebenheit, die in einer strengen Form erzählt und wiedergegeben wird. Eine Novelle ist also kein Roman, sondern viel kürzer und kann mit einer abgeschlossenen Kurzgeschichte verglichen werden. Hier hat die Begebenheit gegenüber den Personen den Vorrang und sie kann einen oder mehrere Wendepunkte haben. Erzählt wird oftmals sehr dramatisch und durch die Wendepunkte werden die Spannung und die Erwartung des Lesers hinausgezögert.

Eine Novelle beschreibt nicht die Personen die darin vorkommen, sondern ihre Handlungen, Taten und Schicksale sind hier in den Mittelpunkt gerückt. Und zwar die einzelnen Situationen die das Leben schreibt und eine Schicksalswende für die Menschen bedeutet. Dieses wird straff beschrieben bis zum Höhepunkt und dann zur Wende. Es ist immer eine abgeschlossene Handlung mit einer kleinen Anzahl von Hauptfiguren. In der Struktur ähnelt eine Novelle einem Drama, hat aber nur eine kurze Einleitung, führt dann zum Höhepunkt und zum Wendepunkt und lässt die Spannung zum Ausklang abfallen. Ohne Umschweife wird der Höhepunkt angestrebt und nur die unbedingt notwendigen Erklärungen zum Verständnis des Inhalts beschrieben. Eine Novelle ist immer streng und knapp durchgeformt.

Die ersten Novellen

Als Gründer der Novelle wird der Italiener Giovanni Boccaccio und der Spanier Miguel de Cervantes beschrieben. Giovanni Boccaccio schrieb die Novelle „Decamerone“ im Jahr 1353 und „Don Quixote de la Mancha“ im Jahr 1615. Es gibt ca. 100 Erzählungen von ihm. Miguel de Cervantes schrieb die „Novelas Ejamplares“ im Jahr 1613. Deutsche Dichter wie Theodor Storm mit „Der Schimmelreiter“, Günther Grass mit „Im Krebsgang“ und „Katz und Maus“, Heinrich von Kleist mit „Die Marquise von O.“ oder Gottfried Keller mit „Kleider machen Leute“, waren sehr berühmte Novellenschreiber. Einige Novellen werden heute noch gerne, auch zur Freude der Jugendlichen, in den Schulen durchgearbeitet.