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Automatikgetriebe

Wie funktioniert ein Automatikgetriebe?

Autos mit Automatikgetriebe werden vorrangig gerne im Stadtverkehr gefahren, spart man sich hier schließlich das ständige Einlegen eines neuen Ganges. Ferner kann bei solchen Autos auf das Kupplungspedal verzichtet werden. Diesen Umstand machen sich viele zu Nutze, die Probleme mit ihrem linken Bein haben.

Die Frage stellt sich hier nur, wie funktioniert es, dass die verschiedenen Gänge automatisch eingelegt werden, ohne dass der Mensch Hand anlegen muss?

1. Aufbau des Automatikgetriebes

Ein Automatikgetriebe besteht aus dem Planetensatz, den Schaltgliedern, dem Freilauf, der Pumpe, der Steuerung und dem Wandler.

2. Welche Funktionen besitzen die einzelnen Bauteile?

Der Planetensatz besteht aus dem Sonnenrad in der Mitte, um den die sogenannten Planetenräder angeordnet sind. Durch ein Festhalten dieser Planetenräder oder durch das Verbinden von Planetenrädern werden unterschiedliche Übersetzungen erreicht.

Zu den Schaltgliedern zählen Bremsbänder, Kupplungen und Lamellenbremsen. Die Kupplungen sind dafür zuständig, Teile des Planetensatzes miteinander zu verbinden und die Bremsbänder und die Lamellenbremsen halten die Komponenten auseinander. Die Schaltglieder sind also dafür zuständig, die unterschiedlichen Übersetzungen herzustellen.

Der Freilauf sorgt für ein reibungsloses Wechseln der unterschiedlichen Gänge, d.h. er lässt das Sonnenrad in verschiedene Richtungen drehen, damit die Planetensätze entweder festgehalten werden oder getrennt bleiben können.

Nachdem alle Arbeitsläufe, die vom Planetensatz, den Schaltergliedern und vom Freilauf durchgeführt werden, per Öldruck funktionieren, wird die Pumpe benötigt. Diese stellt den unterschiedlichen Öldruck her, der entweder zu einem Zusammenführen oder zu einer Trennung der Komponenten führt. Zusätzlich ist sie für die Schmierung des Getriebes zuständig.

Alle oben genannten Funktionen können nicht durchgeführt werden, wenn keine Steuerung vorhanden wäre. Diese ersetzt sozusagen den Arm des Autofahrers, der bei einem „normalen“ Getriebe die Gänge wechselt. Damit die Steuerung funktioniert, muss diese alle wichtigen Informationen bezüglich Motordrehzahl, Gaspedalstellung und Geschwindigkeit von weiteren elektronischen Bauteilen erhalten. Diese Informationen werden in der Steuereinheit verarbeitet und regulieren in der Folge den Öldruck, der sich entscheidend auf die oben genannten Arbeitsschritte auswirkt.

Der Wandler ersetzt das Kupplungspedal, das heißt der Wandler übernimmt die Aufgabe, den Motor vom Getriebe zu trennen und diese beiden wieder zusammenzuführen.