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Ein Hauch von Frankreich auf dem Teller

So machen Sie einen Ofenkürbis mit Apfel, Thymian und Weichkäse

Bei Kürbis denkt man eher an Amerika, Halloween oder die kleinen, bunten Zierkürbisse im Garten. Dabei gibt es jenseits von Kürbissuppe oder Eintopf jede Menge schmackhafter Kürbis-Rezepte. Beispielsweise verspricht der Ofenkürbis mit Apfel, Thymian und Weichkäse einen Hauch von französischer Küche auf dem Gaumen. Etwa eine Viertelstunde muss der Hobby-Koch investieren, um aus den Zutaten eine leckere Vor- oder Hauptspeise zu erschaffen.

Basis für dieses Gericht ist ebenfalls wieder ein „Zutaten-Import“. Der Kürbis stammt eigentlich aus Amerika. Dort war er aber schon zur Zeit der spanischen Eroberungen eine uralte Kulturpflanze, die seit rund 10.000 Jahren domestiziert wird. Als Grund für die Kultivierung des Kürbisses nimmt man die Samenkerne an. Diese sind nämlich auch bei Kürbis-Wildformen im Gegensatz zum Fruchtfleisch nicht bitter. Erst durch die Auslese seien Formen entstanden, bei welchen auch das Fruchtfleisch nicht bitter ist, so die Forscher. Dadurch sei dann die Nutzung des Kürbisses als Gemüse erst möglich geworden.

In verschiedenen Regionen Amerikas wurden übrigens verschiedene Arten kultiviert. Während im Süden der heutigen USA und im heutigen Mexiko der Garten-Kürbis gezüchtet wurde, wurde in Zentral-Amerika der Moschus-Kürbis und in Südamerika der Riesen-Kürbis gezüchtet. Der Kürbis kam schon relativ früh nach Europa und wurde hier ebenso gern angebaut und genutzt.
Heute ist der Kürbis praktisch weltweit verbreitet, in heißen und trockenen Gegenden ebenso wie in kühlen Wäldern, schon seit dem 16. Jahrhundert werden sie auch außerhalb von Amerika angebaut, hauptsächlich in warmen Gebieten.

Der Mensch kultiviert fünf Kürbis-Arten, die wichtigsten sind Riesen-Kürbis, Garten-Kürbis und Moschus-Kürbis. Am liebsten werden Kürbisse in Form von Gemüse gegessen. Gekocht, gebraten oder gebacken sind mit dem Fruchtfleisch etliche Variationsmöglichkeiten gegeben. Schon die indianischen Ureinwohner in Amerika haben den Kürbis roh getrocknet und so seine Haltbarkeit gesteigert. Kürbissuppe ist eine weitere Spezialität, die sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut. Aber auch die Samen haben Einzug in die Küche gehalten. Sie gibt es beispielsweise geröstet als gesunde Knabberei. Gern werden die Samen aber auch zur Herstellung von Kürbiskern Öl genutzt, hierfür werden aber in der Regel eigene Arten genutzt. Vor allem im englischsprachigen Raum genießt der Kürbis eine große Beliebtheit. Am bekanntesten ist das Halloween-Fest, bei dem Gesichter und Grimassen in die Kürbisse geschnitzt werden.

Kein Wunder also, dass sich ein so vielfältiges Gemüse auch hervorragend dafür eignet, es mit Elementen landestypischer Küche zu kombinieren. Der Ofenkürbis mit Apfel, Thymian und Weichkäse ist ein bestens gelungenes Beispiel dafür, wie Kürbis in die französische Küche integriert wird.

Zutaten

450 Gramm Kürbis
ein mittelgroßer
säuerlicher Apfel
drei Esslöffel Olivenöl
ein Esslöffel Honig
etwa Zitronensaft
vier frische Thymian-zweige
Meersalz
Pfeffer
100 Gramm Weichkäse (am besten eignen sich Brie oder Pommes)

Zubereitung

Gleich zu Beginn heizt der Hobby-Koch den Ofen auf 180 Grad vor. Kürbis und Apfel werden nun geschält und in Scheiben geschnitten. Honig, Olivenöl, Thymian, Salz, Pfeffer und Zitronensaft vermischt der Hobby-Koch zu einer Marinade, mit welcher die Kürbis und Apfelstücke beträufelt werden.

Beides gibt er für etwa 20 Minuten in den Ofen, den Käse schneidet er in Stücke, die er auf den Apfel- und Kürbisstücken verteilt. Das ganze wandert erneut für zehn Minuten in den Ofen, damit sich der Käse cremig über Kürbis und Apfel verteilen kann.
Zum Abschluss streut der Hobby-Koch frisch gemahlenen Pfeffer über die Häppchen, Anschließend kann er den Gästen das Gericht servieren.

Der Ofenkürbis mit Apfel, Thymian und Weichkäse kann als Vorspeise ebenso gut wie als Hauptgericht verspeist werden. Als Beilage eignet sich Baguette.