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Süßspeise für italienische Festtage

Wie bereite ich Pignolata zu?

Die sizilianische Küche ist die älteste und vielfältigste Form der italienischen Küche. Die Insel unterlag im Laufe der Jahrhunderten vielen Einflüssen von außerhalb, dadurch ist die Speise-Vielfalt entstanden. Innerhalb der Insel Sizilien werden wiederum regional unterschiedliche Zutaten verwendet, dadurch wird die Vielfalt nochmals erhöht. Die Süßspeisen aus Sizilien sind gehaltvoll und farbenfroh, für dieses Markenzeichen sind sie bekannt. Pignolata ist eine traditionelle Süßspeise von der italienischen Insel Sizilien In erster Linie kommt die Pignolata zu Weihnachten auf den Tisch, aber auch zu großen Familienfesten und anderen kirchlichen Feiertagen. Pignolata ist eine Schichttorte aus Biskuitteig, Ricotta und kandierten Früchten.

Sie ist eine festliche Abwandlung süßen Nachspeise Cassata. Die Zubereitung ist nicht sehr aufwendig und kann prima im Vorfeld einer Feier erledigt werden. Aus Mehl und Eiern wird mit der Hand ein Teig geknetet. Aus dem Teig werden kleine Bälle oder Rollen geformt. Diese Teigstücke werden schwimmend in Fett ausgebacken. Alle Bälle werden zu einer Pyramide aufgestapelt. In einigen Regionen wird die eine Hälfte der obersten Schicht mit Schokolade überzogen und die andere Hälfte wird mit Puderzucker bestäubt. In anderen Regionen wird die Pyramide mit karamellisiertem und aromatisiertem Zucker überzogen. Als Aroma ist der Zitronengeschmack beliebt. Wieder andere Regionen stapeln zwischen die Pyramide kandierte Früchte.

Zutaten

4 Eier
250 Gramm Puderzucker
¼ Liter neutrales Speiseöl
¼ Liter Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
375 Gramm Mehl
500 Gramm Quark
drei Esslöffeln Orangenlikör
60 Gramm Zucker
zwei Esslöffeln Sahne
50 Gramm zartbittere Schokoflocken
300 Gramm gehackte Blockschokolade
6 Esslöffel Kaffe (stark und heiß)
250 Gramm Butter

Zubereitung

Für den schnellen Hausgebrauch können Sie eine Variante des Pignolata selbst herstellen. Backen Sie in einer großen Kastenform einen Rührkuchen: 4 Eier, 250 Gramm Puderzucker, ¼ Liter neutrales Speiseöl, ¼ Liter Sahne, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Päckchen Backpulver und 375 Gramm Mehl zu einem glatten Rührteig verarbeiten und bei 175 Grad eine Stunde backen. Ganz Eilige können auch einen fertigen Rührkuchen für dieses Pignolata-Rezept kaufen. Er sollte eine Länge von 28 Zentimetern haben. Von dem erkalteten Rührkuchen schneiden Sie rundherum die Kruste ab und zerkleinern sie zu groben Krümeln. Dann schneiden Sie den Kuchen dreimal waagerecht durch, es entstehen vier Böden.

Dann bereiten Sie die Füllung vor: 500 Gramm Quark rühren Sie mit drei Esslöffeln Orangenlikör, 60 Gramm Zucker, zwei Esslöffeln Sahne zu einer glatten Masse. Dann heben Sie drei Esslöffel gehackte kandierte Früchte darunter. Die kandierten Früchte können Sie fertig kaufen. Zuletzt mischen Sie 50 Gramm zartbittere Schokoflocken unter die Masse. Drei Kuchenböden bestreichen Sie mit dieser Masse und setzen Sie den vierten Boden oben drauf und stellen ihn für zwei Stunden in den Kühlschrank. Drücken Sie vorher den Kuchen sanft in eine schöne rechteckige Form. Nehmen Sie dafür Alufolie zu Hilfe. In der Zwischenzeit bereiten Sie die Creme zu.

In sechs Esslöffeln heißem, sehr starkem Kaffee lassen Sie bei schwacher Hitze 300 Gramm gehackte Blockschokolade zergehen. Danach rühren Sie in jeweils kleinen Stücken 250 Gramm Butter unter. Alles solange rühren, bis eine glatte Creme entsteht. Dann bestreichen Sie den Kuchen rundherum mit der Schokoladencreme. An der Oberfläche machen Sie die Cremeschicht etwas dicker und drücken mit der Rundung eines Esslöffels kleine Vertiefungen in die Creme. Verzieren Sie die Pignolata-Variante an der Oberfläche mit beliebigen kandierten Früchten und einem Teil der groben Krümel vom Rand. In der dicken Cremeschicht haftet alles gut. Wickeln Sie den Kuchen vorsichtig in Alufolie und stellen ihn für einen Tag in den Kühlschrank, erst dann ist er wirklich servierfertig.