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Sparbuch Erklärung

Was ist ein Sparbuch?

Ein Sparbuch ist nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt .Es ist leicht überschaubar und bequem zu handhaben. Das Sparbuch dient überwiegend der regelmäßigen Geldrücklage für bestimmte Kaufziele oder in schlechten Zeiten als Notgroschen. Als Sparen bezeichnet man Geldrücklagen, die nicht für laufende Ausgaben, sondern für eine zukünftige Verwendung angesammelt werden. Diese Geldbeträge werden nicht auf ein laufendes Girokonto eingezahlt, sondern dafür legt das Bankinstitut ein Sparbuch an. In diesem Buch werden dann exakt alle Einzahlungen notiert. In bestimmten Abständen werden auch die erwirtschafteten Zinsen dort schriftlich vermerkt. Das Sparbuch ist im Prinzip eine vom Bankinstitut ausgestellte Sparurkunde. Das Kriterium des Sparbuches ist, dass für diese Sparform immer höhere Zinsen ausgeschüttet werden als für ein Girokonto. Es gibt die Möglichkeit, ein Sparbuch als unbefristete Geldeinlage zu eröffnen oder für einen zeitlich fest bestimmten Zeitraum. Unbefristete Sparbücher unterliegen meist wechselnden Zinsen, wobei befristete Sparbücher für die gesamte Laufzeit den im Vorfeld vereinbarten Zinssatz erhalten. Das Sparbuch als Dokument bleibt in den Händen des Sparers. Das Sparbuch ist immer explizit auf den Namen einer bestimmten Person ausgestellt. Ohne Vollmacht kann ein Fremder im Allgemeinen nicht an das Guthaben heran. Von einem Sparbuch kann der Sparer nicht das gesamte Guthaben auf einmal abheben. Die Bankinstitute erlauben in der Regel nur die monatliche Auszahlung einer festgelegten Summe. Zurzeit ist das ein Betrag in Höhe von 2000,- €. Höhere Auszahlungswünsche müssen eine Kündigungsfrist von drei Monaten abwarten. Muss von diesem Prozedere abgewichen werden, dann werden dem Sparer Vorschusszinsen berechnet. Das Sparbuch in der echten Form eines kleinen Buches kommt im digitalen Zeitalter mehr und mehr aus der Mode. Der Grund dafür sind immer weiter sinkende Zinsen für diese Sparform. Die Bankinstitute bieten an Stelle des Sparbuches die Eröffnung eines Sparkontos oder Sparbriefes an. Anreiz dafür sind höhere Zinsen. Im Gegenzug ist die Spareinlage mitunter nicht mehr täglich verfügbar. Da aber Spareinlagen mit der Absicht angesammelt werden, längerfristig ein Guthaben aufzubauen, kann der Sparer getrost die Fälligkeit für sein Geld für einen überschaubaren und fest vereinbarten Zeitraum riskieren. Höhere Zinserträge winken am Ende.

Sparbuch als Geschenk

Es besteht die Möglichkeit, auf den Namen eines anderen Menschen ein Sparbuch zu eröffnen und fleißig Geldbeträge einzuzahlen. Diese Verfahren wird gern von Eltern für ihre Kinder oder von Großeltern für ihre Enkelkinder oder von Paten für ihre Patenkinder genutzt. Nach Jahren oder Jahrzehnten summiert sich mit kleinen regelmäßigen Rücklagen und zusammen mit den Zinsen ein ansehnlicher Betrag. Zu einem bestimmten Ereignis wird das Sparbuch dann als Geschenk überreicht. Für den Führerschein oder ein Studium oder Familiengründung ist so ein Überraschungs-Sparbuch bestimmt die richtige finanzielle Unterstützung. Der Zinseszinseffekt eines Sparbuches ist bei langer Laufzweit nicht zu verachten. Wenn das Guthaben des Sparbuches niemals angetastet wird, so werden die aufgelaufenen Zinsen immer zu dem Guthaben addiert. Dadurch erhöht sich laufend die Summe für die Zinsberechnung. Ein extremes Beispiel ist aus der Praxis der Dresdner Bank bekannt geworden. Ein Vater hat für seinen Sohn 1959 ein Sparbuch mit dem Guthaben von 106 000,- Deutsche Mark angelegt. Durch den Tod des Vaters ist das Sparbuch für 52 Jahre in Vergessenheit geraten. Nach 52 Jahren hatte dieses Sparbuch eine Rendite von 450 Prozent. Zurzeit sind die Zinsen für ein Sparbuch eher niedrig. Eine lange Laufzeit bringt auch heute noch aufgrund der Zinseszinsberechnung eine ansehnliche Rendite. Geld im Sparstrumpf vermehrt sich niemals von allein.