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Ein Testament verfassen

Wie verfasse ich ein Testament?

Gründe um ein Testament zu verfassen

Bei einem Testament geht es in erster Linie immer ums Erbe. Damit nicht der Gesetzgeber darüber entscheiden muss, wie das Erbe verteilt werden soll, muss ein Testament geschrieben werden. Die gesetzliche Erbfolge würde zwar in Kraft treten und eine Regelung finden, aber wer sein hart erarbeitetes Hab und Gut in den richtigen Händen wissen möchte, sollte ein Testament verfassen. Ein Testament sollte immer handschriftlich verfasst werden damit es rechtlich wirksam wird. Sollten getippte Zeilen im Testament dazwischen stehen oder ein Testament mit dem PC ausgedruckt werden, verliert es an Gültigkeit. Auch ein gesprochenes oder gefilmtes Testament ist unwirksam und ungültig.

Es sollten erst einmal alle Vermögenswerte aufgeschrieben werden. Dann beginnt man handschriftlich das Dokument zu verfassen. Die Überschrift „Testament vom …“ ist der Anfang. Hier ist es wichtig das Datum einzutragen. Dann kann schriftlich festgehalten werden, wer was erben soll. Egal wer als Erbe eingesetzt wird. Falls es nicht die Kinder sind und lieber eine Institution oder einem Hilfswerk etc. als Alleinerbe eingesetzt wird, steht ihnen aber immer ein Pflichtteil zu.

Wenn vielleicht ein zweites Testament geschrieben wird, hat immer das neuste Vorrang und Gültigkeit. Deshalb ist das Datum so wichtig. Dann kann eine Auflistung des Vermögens und dessen Verteilung, am besten mit Vor- und Nachnamen des Erben, dargestellt werden. Zum Schluss sollte das Testament mit dem vollen Namen unterschieben sein. Wer ganz sicher gehen will, kann auch einen Zeugen, der zum Zeitpunkt zugegen war, mit aufschreiben und ebenfalls mit Unterschreiben lassen. Allerdings ist hier der Zusatz.“ Zum Zeitpunkt der Testamentsverfassung war der Verfasser im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte und voll zurechnungsfähig“ ein wichtiger Faktor. Nachdem beide Unterschriften, vorsichtshalber noch einmal mit Datum, auf dem Testament geschrieben wurden, kann dieses dann beim Notar hinterlegt werden. Die Kostennote des Notars richtet sich nach der Höhe der Erbmasse. Natürlich kann man ein Testament auch zu Hause aufbewahren und es behält seine Gültigkeit. Falls aber innerhalb der Familie Streitigkeiten auftreten, ist es ein leichtes, ein Testament verschwinden zu lassen. Deshalb sollt hier nicht am falschen Ende gespart werden und immer ein Testament beim Notar hinterlegen.

Ist kein Testament geschrieben worden geht nach dem Tod die Erbschaft automatisch an die gesetzlichen Erben. Natürlich ist es auch möglich, dass nur Schulden vererbt werden. Hier hat aber jeder das Recht das Erbe innerhalb von 6 Wochen abzulehnen.
Eheleute verfassen meistens ein gemeinschaftliches Testament. Hierbei sind 2 Unterschriften unbedingt zu leisten. Oft wird hierbei festgelegt, dass wenn ein Ehepartner verstirbt, der andere Ehepartner alles Erbt. Hier können auch die in der Erbfolge gesetzlich aufgeführten Personen nicht das Pflichtteil verlangen. Erst nach dem Tod des zweiten Ehepartners ist die Verteilung des Pflichtteils rechtlich gegeben. Diese Form ist eine gegenseitige Absicherung von Eheleuten.

Vordrucke und Beispiele für ein Testament

Im Internet findet man unterschiedliche Mustervorlagen zur Testamentsverfassung. Interessant sind die Beispiele und Anregungen um so ein auch rechtssicheres Dokument zu verfassen und damit vielleicht entstehende Auseinandersetzungen der Erben zu vermeiden.
Bei komplizierten Problemen der Erbfälle, wenn es sich z. B. um große Vermögenswerte handelt, ist es zu empfehlen beim Notar das Testament zu hinterlegen.