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Künstlernamen im Personalausweis eintragen

Wie trage ich einen Künstlernamen im Personalausweis ein?

Es ist gar nicht so einfach den Künstlernamen den man sich zugelegt hat im Personalausweis eintragen zu lassen. Es sind viele Anträge und Gesuche bezüglich der Eintragung zu stellen. Diese werden sorgfältig von den Behörden auf die rechtlichen Gegebenheiten geprüft. Eine Garantie gibt es aber dafür nicht. Bei den örtlichen Stellen für die Pässe muss man eine jahrelange Benutzung des Künstlernamens nachweisen können und auch den Bekanntheitsgrad des Künstlernamens, auch Länderübergreifend. Es ist auch sinnvoll einen Nachweis für die Mitgliedschaft bei einer Sozialkasse für Künstler zu bringen. Hier sollte der Künstlername länger bekannt sein. Am besten ist es wenn viele Belege vorgelegt werden können, in denen der Künstlername auftaucht. Das kann die Chance erhöhen mit seinem Antrag Erfolg zu haben. Eigentlich obliegt die Eintragung immer den Beamten oder den Sachbearbeitern der zuständigen Behörde. Ist der Künstlername nicht bekannt genug wird er wahrscheinlich nicht eingetragen werden. Er darf aber natürlich weiterhin benutzt werden, da es jedem Bürger erlaubt ist einen Namen auch ohne Passeintrag zu führen, wenn er nicht zu betrügerischen Absichten verwand wird.
Sollte der Antrag nun nach vielen Behördengängen aber doch genehmigt worden sein, kann der Eintrag des Künstlernamens im Bundespersonalausweis erfolgen. Wie fast alles ist das natürlich kostenpflichtig. Ein Künstlername hat natürlich nicht denselben Wert wie der bürgerliche Name. Bei Rechtsgeschäften und in Verträgen wird der Künstlername oftmals nicht anerkannt. Es sei denn der Bekanntheitsgrad des Künstlers ist so groß, dass der bürgerliche Name gar nicht in Betracht gezogen wird und eine falsche betrügerische Absicht außer Frage steht. Obwohl die Künstlernamen vor der Rechtsprechung keine anerkannten echten Namen sind. Auf jeden Fall sollte man sich seinen Künstlernamen patentieren und damit schützen lassen. Dann kann es nicht zu Rechtsstreitigkeiten kommen wenn sich eine andere Person auch diesen Künstlernamen zulegen möchte. Das Namensrecht sollte auch durch einen Anwalt, der sich im Medienrecht auskennt, unterstützt werden. So kann man im Vorfeld, sollte es zu Streitigkeiten kommen, den Problemen aus dem Wege gehen. Eine Webseite mit dem Künstlernamen würde sich bei den Behörden gut als Nachweis darstellen, wie ernst und wichtig eine Eintragung im Personalausweis ist und überregional Verwendung findet. Durch eine Bescheinigung vom Verband der Künstler kann man sich auch unter dem Künstlernamen im örtlichen Melderegister eintragen lassen. Hier erfolgt die Entscheidung durch das bei der Gemeindeverwaltung ansässige Ordnungsamt.

Der neue Personalausweis

Im neuen Personalausweis, der seit einiger Zeit eingeführt wurde, ist die Zeile für die Eintragung eines Ordens- oder Künstlernamens nicht mehr vorhanden. Es liegt aber immer noch im Ermessen der Behörde bzw. des Sachbearbeiters den Künstlernamen oder das Pseudonym mit einzutragen. Das kommt aber auf den Bekanntheitsgrad an. Es geht aber auch noch bei den neuen Pässen. Das Gesetz wurde wieder geändert und ab November 2010 können neben Pseudonymen und Künstlernamen auch Adelstitel im Personalausweis aufgenommen werden. Natürlich wird der bürgerliche Name nicht durch den Künstlernamen ersetzt. Es ist nur ein Zusatz.

Eigentlich sollte sich jeder Künstler überlegen, ob es ihm so wichtig ist, dass der Künstlername im Personalausweis auftaucht. Rechtsgültig ist immer noch der bürgerliche Name. Auch ohne Eintrag kann jeder Mensch einen anderen Namen benutzen und sich seinen Künstlernamen patentieren lassen.