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Die Zirkularatmung lernen

Wie kann ich die Zirkularatmung erlernen?

Was ist die Zirkularatmung?

Unter einer Zirkularatmung versteht man eine Permanentausatmung auch während man einatmet. Es heißt auch Kreisatmung und wird bei den Blasinstrumenten z. B. dem Didgeridoo eingesetzt. Auch die Glasbläser wenden die Zirkularatmung an um einen ständig gleichbleibend austretenden Luftstrom zu erzeugen. Es wird eine ständige Ausatmung praktiziert und diese Technik bekommt man hin, wenn die durch die Nase eingeatmete Luft im Mundraum gespeichert wird. So wird die gespeicherte Luft ständig ausgeblasen und gleichzeitig immer neue Luft durch die Nase eingeatmet. Ein Unterbrechen ist damit nicht gegeben und der kontinuierliche Luftstrom wird nicht unterbrochen. Die Luft wird mit dem hinteren Teil der Zunge durch verschließen des Rachenraumes im Mundraum gehalten. Man kann sich den Atem in einem Kreislauf vorstellen.

Den Ursprung der Zirkularatmung haben die Naturvölker bereits vor Jahrtausenden gesetzt. Die Aborigines haben in Australien das Instrument den Didgeridoo als Instrument zur Rhythmus- und Klangerzeugung benutzt. Heute kann man zur Übung ebenfalls dieses Instrument sehr gut verwenden. Es wird ein ständig anhaltender gleichbleibender Ton erzeugt.

Wie lernt man die Zirkularatmung?

Bei den Instrumenten wie dem Saxophon, der Tuba oder der Posaune verwendet man die Zirkularatmung. Diese Instrumente haben ein gutes Gegendruckverhältnis und sind hervorragend zum Spielen geeignet. Anders ist es bei der Querflöte, hier ist der Luftdruck schwer zu steuern und die eingeschränkte Luftströmung ist schwer und nur mit viel Übung einsetzbar. Instrumente mit einem sehr hohen Gegendruck sind z. B. die Oboe oder das Horn. Es kann bei der Zirkularatmung zu Überanstrengung, Schwindelgefühl oder Kopfschmerz kommen.

Eine Übung die Zirkularatmung zu erlernen ist diese mit einem gefüllten Wasserglas und einem Strohhalm. Hierbei soll das Wasser, durch das Zirkularatmen mit dem Strohhalm, das Glas leeren. Oder man nimmt einen großen Schluck Wasser, behält ihn im Mundraum und versucht das Wasser herauszudrücken und gleichzeitig einzuatmen. Wenn man diese Technik beherrscht kann es mit einem Instrument versucht werden. Am besten man beginnt mit einer Flöte, weil hier nicht so viel Luft gebraucht wird. Ein tägliches Training ist natürlich für das Erlernen nötig. Es sollte auch nicht unter 30 Minuten täglich sein. Am schwersten ist es bei einem Trompetenspiel die Zirkulationsatmung anzuwenden. Die Trompete ist ein Instrument, wo sehr viel Luft zum erzeugen von Tönen gebraucht wird. Um hier einen konstanten Dauerton zu spielen muss die Luft nicht nur im Mundraum sondern auch in die Wangen bzw. Backen gelagert werden. Durch das zusammendrücken der Backen strömt dann viel Luft aus, so dass diese auch für eine Trompete ausreicht. Allerdings kostet das noch mehr Übung und am Anfang bekommt man Muskelkater im Backenbereich. Aber das geht nach und nach wieder zurück. Hier ist Ausdauer gefragt.

Bei dem Didgeridoo muss ein Dauerton erzeugt werden weil es sonst nicht klingt. Also ist hier die Zirkulationsatmung unumgänglich wenn man dieses Instrument spielen möchte. Da nur ein Grundton gespielt werden kann hat man nur die Möglichkeit mit der eigenen Stimme höhere Töne hineinzuinterpretieren. Es darf aber keine Unterbrechung der Luftzufuhr entstehen und es muss ununterbrochen Luft in das Instrument gepresst werden. Kinder lernen die Zirkulationsatmung meistens schneller als die Erwachsenen, weil sie nicht so intensiv darüber nachdenken.