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Gebärmutter entfernen

Gebärmutter entfernen - So stehen Sie Ihrem Partner bei

Die Diagnose vom Arzt zu bekommen, dass die Gebärmutter entfernt werden muss, ist schon ein Weltuntergang für die Frau. Schließlich wird ihr bewusst, dass es kein zurück mehr gibt.

Meist ist es die letzte Lösung, um ihr das Leben zu retten. Dieser Eingriff kommt einer Kastration gleich. Das heißt für sie, keine Kinder mehr gebären zu können. Die Familienplanung ist somit abgeschlossen. Außerdem verändern Hormone ihre ganze Sexualität. Meist ist sexuelle Unlust die Folge. Schließlich kommt noch hinzu, dass die Wechseljahre durch diesen Eingriff stattfinden. Voraus gegangen sind bestimmt schwere Krankheiten mit der sie schon im Vorfeld kämpfen musste. Allerdings wird dieser Eingriff nicht vorschnell durchgeführt. Meist sind Krebserkrankungen vorangegangen, Verwachsungen der Gebärmutter, eine deutliche Vergrößerung der Gebärmutter oder starke Blutungen nach der Geburt, die man medikamentös nicht in den Griff bekam. Jetzt die endgültige Diagnose, Gebärmutterentfernung. Das ist nicht nur ein körperlich schwerer Eingriff, sondern auch ein seelischer. Viel Feinfühligkeit vom Arzt oder Krankenhauspersonal kann sie leider nicht erwarten, für den Arzt und die Schwestern ist die Gebärmutterentfernung ein Routineeingriff, aber für die Frau hat es schwerwiegende Folgen. Sie macht sich Gedanken, wie das Leben hinterher aussieht. Wie kommt der Partner damit klar, bin ich als Frau noch vollwertig? Fragen über Fragen die belastend sind. Schön, wenn sie einen Partner an ihrer Seite hat, der zu ihr steht. Schließlich ist man mit dem Schwur zusammen, in guten wie in bösen Tagen. Nur oft wird das vergessen, wenn es schwierig wird.

Beistand und Hilfe

Hat man einen Partner, auf den man sich verlassen kann, ist es selbstverständlich, dass er diesen Eingriff und die späteren Folgen mit der Frau durchsteht. Ganz wichtig in dieser Situation ist, ihr Hilfe und Zuspruch anzubieten, denn es sind viele Ängste zu bewältigen. Das schließt auch nicht aus, dass die Partnerin Verlassensängste hegt. Das Nervenkostüm liegt bei ihr blank. Weiß sie aber, dass der Partner voll und ganz hinter ihr steht, ist geteiltes Leid nur noch halbes Leid. Verständnis für ihre Situation wird ihr helfen, mit der Lage zurecht zu kommen. Menschliche Nähe ist besonders wichtig, schließlich möchte sie als Frau nicht nur auf ihren Körper reduziert werden. Ist die Operation vollzogen, hilft man ihr allein dadurch, sie regelmäßig zu besuchen. Keinen Tag sollte sie im Krankenhaus alleine verbringen müssen. Ist der Eingriff soweit überstanden, steht die Nachsorge an. Begleitet man seine Partnerin zu den Arztterminen, fühlt sie sich nicht verlassen, und arrangiert sich schneller mit den Folgen der Operation. Fällt die Frau nach der Gebärmutterentfernung aber seelisch in ein tiefes Loch und nichts hilft ihr da heraus zu kommen, ist eine Therapie bei einem Psychologen unbedingt erforderlich. Vielleicht helfen auch Tipps von Betroffenen die in einer Selbsthilfegruppe aktiv sind. Allein der Erfahrungsaustausch zeigt, dass sie nicht allein mit ihren Problemen auf der Welt ist.